Gaumenfreuden Lifestyle

Günstig vegan essen – Tipps zum Geld sparen

Geschrieben von Sandra Stüber
HinweisDisclaimer
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Dieser Artikel ist (wie alle Inhalte auf dieser Plattform) aus meiner persönlichen Sicht geschrieben und basiert auf meinem aktuellen Erfahrungsschatz und Wissensstand. Ich kann und will nicht für die Allgemeinheit sprechen.
Gesellschaftlich auferlegte, gezwungene oder fanatische Werte, Normen und Dogmen waren noch nie mein Ding. Ich lebe MEIN Leben und gebe jeden Tag das Beste von dem, was mir möglich ist. Ohne dabei perfekt zu sein oder sein zu wollen.
Was ich hier anbiete, ist eine von Millionen Perspektiven – eben meine ganz persönliche. Ich biete sie Euch an, in der Hoffnung, jemanden da draußen inspirieren und zum nachdenken anregen zu können. Ich möchte niemanden bekehren, niemanden verurteilen und erwarte umgekehrt dasselbe von Euch.

Eines der größten Vorurteile gegenüber einer veganen Ernährung ist ein: “Günstig vegan essen ist gar nicht möglich. Das ist doch viel zu teuer!”.

Wenn man bei der Ernährung vorwiegend auf Ersatz- und Fertigprodukte setzt und einige andere Punkte nicht beachtet, dann wird diese Ernährungsform auf lange Sicht sehr schnell sehr teuer. Das muss aber gar nicht sein.

Wir geben pro Monat genauso viel oder sogar weniger aus, als zu Mischkost-Zeiten. Vorausgesetzt wir halten uns an unsere eigenen Tipps :-) Genau die teile ich in diesem Artikel mit euch und zeige euch, dass günstig vegan essen nicht bedeutet, auf Qualität zu verzichten (im Gegenteil!).


Tipp 1: Essensplan schreiben

Einer der Tipps, der mein gesamtes Einkaufs- und Essverhalten revolutioniert hat. Ich schreibe seit 2017 regelmäßig Essenspläne und habe damit zum einen das regelmäßige, frische kochen etabliert und gleichzeitig dafür gesorgt, dass wir kaum noch Impulskäufe tätigen. Nach dem Essensplan einzukaufen sorgt außerdem für eine bessere Organisation und Planungsfreiheit, sowie für weniger Lebensmittelverschwendung. Man plant die einzelnen Gerichte so, dass Lebensmittel möglichst komplett aufgebraucht werden und Reste am nächsten Tag oder im Laufe der Woche verwendet werden können.

Tipp 2: Selbst kochen / Selber machen

Einen großen Unterschied im Geldbeutel macht das selbst kochen. Einerseits natürlich, weil Fertiggerichte, Fast Food oder Restaurantbesuche schnell ins Geld gehen, andererseits aber auch weil man gleich für mehrere Tage kochen kann und z.B. auf günstige vegane Grundnahrungsmittel wie Linsen, Hülsenfrüchte aber auch reines Gemüse zurück greifen kann.

Selber machen ist auch in Bezug auf alles andere eine gute Wahl. Man weiß was drin ist, es schmeckt oft viel besser, macht Spaß und ist wirklich günstig.

Sachen die wir mittlerweile nur noch selten oder gar nicht mehr kaufen: Brot (meine Rezepte gibt es HIER, besonders beliebt ist das Toastbrot und das einfache und schnelle Brot), Gemüsebrühe (hier nutze ich dieses Rezept oder ein tolles, selbstgemachtes Granulat von meiner Mama), Tee (einfach Kräuter sammeln und Obst selbst trocknen), Mayonnaise, einige Aufstriche, Tiramisu und Kombucha* (das Starter Set kann ich sehr empfehlen!).

Hin und wieder selbst machen wir zum Beispiel: Pflanzenmilch, Süßigkeiten wie Energy Balls, Käse (dank Cashewbert).

Empfehlenswerte Bücher zum Thema:

Tipp 3: Grundnahrungsmittel statt Fertigzeug

Um Geld zu sparen, sind auch vegane Grundnahrungsmittel wie Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen etc.), Getreide und Gemüse großartig. Mit den Grundnahrungsmitteln kann man häufig für wenige Euro mehrere Tage essen (z.B. mit einem veganen Chilli, Möhreneintopf, Linsen Bolognese oder Frikassee). Fertigprodukte (egal ob vegan oder nicht) gehen echt sauschnell ins Geld und sind teilweise sowohl geschmacklich, als auch im Hinblick auf die Inhaltsstoffe eine Enttäuschung.

Tipp 4: Angebote nutzen

Pflanzliche Fertigprodukte wie z.B. veganen Käse, Aufschnitt oder Aufstrich kauft ihr am besten im Angebot. Vieles davon lässt sich gut einfrieren, einiges ist aber auch wirklich lange haltbar, so dass es sich lohnen kann, gleich ein bisschen mehr zu kaufen. Oft sind die Produkte im Angebot bis zu 50% günstiger. Auf mydealz.de gibt es z.B. jede Woche eine hilfreiche Übersicht aller veganen Angebote in Supermärkten. Einfach “vegane Angebote” in die Suche eingeben.

Tipp 5: Discounter / Drogerien statt Biomarkt

Ein weiterer Tipp, wenn man sich pflanzlich ernähren und gleichzeitig sehr günstig einkaufen möchte: auf die veganen Produkte aus Discountern und Drogerien zurück greifen, statt im Biomarkt einzukaufen. Viele Discounter und Drogerien haben mittlerweile ein großes Sortiment an veganen Produkten, insbesondere auch Grundnahrungsmittel in Bioqualität, zu einigermaßen erschwinglichen Preisen, die häufig sogar regional sind.

Tipp 6: die Natur nutzen

Baut selbst Wildkräuter, Pilze und Gemüse an, oder nutzt das riesige Angebot in den Wäldern und Parks um uns herum (oft gibt es Wildkräuter- und Pilzwanderungen von der Stadt oder Vereinen organisiert, die relativ günstig sind – passend dazu mein Artikel: “Wie erkenne ich Wildkräuter?” inkl. Buchempfehlungen). Über die kostenlose Seite Mundraub.org lassen sich in vielen Regionen freie Obstbäume und Wildkräuter finden, die man sammeln kann.

Eine Sache, die ich selbst noch nie genutzt habe, aber von der ich oft gehört habe, ist das Angebot verschiedener Bauern. Das sogenannte “stoppeln” der Kartoffelfelder ist bei vielen Bauern eine willkommene Hilfe. Die gefunden Kartoffeln darf man meist kostenfrei behalten. Ähnliche Angebote gibt es auch für Erntehelfer z.B. bei Streuobstwiesen.

Tipp 7: immer was zu essen dabei haben

Ein weiterer Tipp, der echt Gold wert ist. Unterwegs spontan irgendwo was Leckeres und dann auch noch Pflanzliches zu essen zu finden ist häufig nicht nur aufwendig, sondern auch teuer. Man sollte nicht nur satt einkaufen gehen, sondern auch möglichst immer einen Snack (z.B. selbstgemachte Energy Balls, einen Wrap, Nüsse und Obst, ein belegtes Brot o.ä.) dabei haben, um teure Impulskäufe zu vermeiden.


Das waren meine Tipps zum günstig vegan essen. Wenn wir ohne Plan und Organisation einkaufen, geben wir pro Monat für unsere Lebensmittel ca. 450€ aus und verschwenden leider auch echt viele Lebensmittel. Wenn wir uns hingegen penibel an die Tipps halten, liegen wir bei ca. 250€ pro Monat. Es lohnt sich also wirklich, da genauer hinzuschauen!

Was mich brennend interessiert: wie ist das bei euch? Besonders bei den Mischköstlern aka Allesessern. Wie viel gebt ihr pro Monat so aus? Seid ihr überrascht, dass die Einkäufe gar nicht so teuer sind? Oder findet ihr die Kosten, die wir pro Monat haben zu teuer? Welche Tipps zum günstig vegan essen oder generell günstigem Einkaufen habt ihr auf Lager?

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Über den Autor

Sandra Stüber

[Sinnn­flu­en­cerin]
Person, die [in sozialen Netzwerken] Menschen mit großer Vorliebe zum Nachdenken anregt und mit unterschiedlichen Themen inspiriert

3 Kommentare

  • Hallo Sandra,

    Mischköstlerin: Gemüse und Milch/Joghurt wird vom Bauern zur Tür geliefert, das kommt auf ca. €60,- im Monat. Dann kommen im Supermarkt noch ca. €60,- wöchentlich dazu – alles zusammen also ca. €320,- im Monat (2 Erwachsene). Manchmal wird’s natürlich auch mehr, wenn z.B. eine teure Flasche Alkohol mitkommt. Aber ich bin eigentlich gerade ganz überrascht, dass das monatlich gar nicht so viel ist?

    Ich habe aber natürlich auch gemerkt, dass es während der Corona-Quarantäne wesentlich mehr war, wenn zwei Erwachsene täglich jede Mahlzeit daheim zu sich nehmen. Da waren’s dann eher um die €450 im Monat.

    Liebe Grüße, Simone

    • Liebe Simone,

      stimmt, das ist doch echt relativ wenig, finde ich auch :-) Habe gelesen, dass im Durchschnitt ein 2 Personen Haushalt so um die 450€ ausgibt.
      Glaub Corona hat uns alle einiges an Geld gekostet ;-)

      Liebe Grüße!

  • Hallo das waren interessante Tipps. Vegane Küche ist interessant. Klaro kann man kostengünstig Essen oder Trinken. Tolle Tipps und Lob an diesen Blog. Gut aufgebaut.

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