Kategorien
Lifestyle

Mineralerde – Rezepte zum Kosmetik selber machen

🛈 Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung und kann mit einem * markierte Affiliate-Links enthalten. Durch die Teilnahme an Partnerprogrammen (siehe hier) erhalte ich für qualifizierte Verkäufe eine Provision. Der Preis bleibt für dich gleich. Lies mehr unter Werbekennzeichnung und Transparenz.


🛈 Hinweis: Die Ausführungen auf dieser Seite dienen der neutralen Information. Sie ersetzen keine ärztliche, psychologische / psychotherapeutische Diagnose / Behandlung und dienen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose & Beginn, Änderung / Beendigung einer Behandlung von Krankheiten. Darüber hinaus stellen sie keine Empfehlung der beschriebenen Methoden, kein Heilversprechen & keine Diagnose dar. Die Inhalte basieren auf meiner Erfahrung / meinem aktuellen Wissensstand und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit.

🛈 Rechtlicher Hinweis: Das Ausprobieren meiner Rezepte erfolgt auf eigene Gefahr. Ich bin keine ausgebildete Expertin. Alle von mir getroffenen Aussagen zur Wirkung der Inhaltsstoffe basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind nicht allgemeingültig. Eine Linderung von Symptomen oder gar eine Heilung kann ich nicht versprechen oder garantieren. Bei gesundheitlichen Beschwerden können und sollen meine Rezepte keine Untersuchung oder Diagnose eines Arztes oder Therapeuten ersetzen. Grundsätzlich rate ich dazu, bei körperlichen/gesundheitlichen Beschwerden immer erst einen Arzt/Apotheker/Therapeuten aufzusuchen.


Im Rahmen eines meiner liebsten Themen auf dem Blog, nämlich dem Kosmetik selber machen, möchte ich Euch heute eine weitere Zutat vorstellen, die als Basis für viele unterschiedliche, selbstgemachte Kosmetikprodukte dienen kann und die Ihr Euch, wenn sie Euch erst mal überzeugt hat, nicht mehr aus eurer Pflegeroutine weg wünscht.

Was ist Mineralerde?
Mineralerde (auch Tonerde, Heilerde, Lavaerde o.ä. vgl. hierzu auch Wikipedia ) bezeichnet fein gemahlenes Gestein oder Löss. Je nach Art und Herkunft der Erde varriert die Zusammensetzung, ebenso wie die Wirkung und Farbe der Tonerden. Fakt ist, dass Mineralerden, wie der Name vermuten lässt, sehr mineralstoffreich sind. Sie enthalten nahezu alle essentiellen Mineralstoffe und viele wichtige Spurenelemente. wie z.B. Zink, Magnesium, Kupfer oder Selen.

Wozu ist Mineralerde gut?

Mineralerden können, je nach Art, innerlich und äußerlich angewendet werden. Ich konzentriere mich allerdings nur auf die äußerlichen Anwendungsgebiete. Pur angewendet können Heilerdeauflagen oder Umschläge z.B. bei Krampfadern, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen, Gelenkerkrankungen, kleineren Wunden, Fieber oder einem Hexenschuss unterstützend wirken. Besonders beliebt und heute in meinem Fokus sind aber die Wirkung der Erden in Hautpflege und Kosmetika.

So soll die Durchblutung verbessert und die Haut tiefengereinigt, gestrafft und verjüngt werden (z.B. in Form von Masken, Cremes, Peelings oder Waschlotionen). Besonders beliebt sind Mineralerden auch bei der unterstützenden Behandlung von Akne, Pickeln, Ekzemen oder z.B. Furunkeln. Darüber hinaus eignen sich Mineralerden zum Haare waschen (z.B. bei fettigem Haar oder Schuppen), bei Sonnenbrand (als Puder oder kalter Wickel), zur Gesichtsreinigung oder z.B. als Badezusatz.


Worauf muss ich achten?

Wichtige Hinweise
Der Umgang mit Tonerden sollte sparsam erfolgen, da sie austrocknend wirken können. Eine tägliche Anwendung auf der Haut ist nicht empfehlenswert. Mineralerde sollte nicht über einen längeren Zeitraum mit metallischen Gegenständen oder mit Plastik in Kontakt kommen.  Zum einen besteht ggf. die Möglichkeit, dass schädliche Stoffe aus dem Kunststoff aufgenommen werden, zum anderen kann der Kontakt mit Metall ungewünschte Oxidationsprozesse auslösen. Deshalb nutzt zur Zubereitung Glas- , Stein-, Holz- oder Tonschüsseln und Besteck.

Rezepte mit margilé Mineralerde

Die margilé Mineralerden* gibt es in drei unterschiedlichen Farben für unterschiedliche Hauttypen. Die weiße Mineralerde eignet sich für trockene Haut und feines Haar, die rote Mineralerde vor allem für unreine Haut und schnell fettendes Haar, während die grüne Mineralerde sich am besten für Mischhaut und strapaziertes Haar eignet.

Shampoo mit Mineralerde selber machen

Einfachste Variante ohne Schnick Schnack: wählt die für Euer Haar entsprechende Mineralerde und mischt zwei EL der Erde mit 5 EL lauwarmem Wasser an. Wer sich bisher die Haare mit normalem Shampoo gewaschen hat, sollte sich evtl. noch mal etwas genauer in das Thema einlesen, da die Umstellung ggf. gewöhnungsbedürftig sein könnte (nicht nur für Euch, sondern auch für die Haare). Ihr findet ein paar wichtige Tipps in meinem Artikel zum Roggenmehlshampoo und in dem verlinkten Video.)

Fortgeschrittene Variante:

Zur Herstellung eines Haarwaschpulvers gibst du alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer und lässt sie nochmal gut zerkleinern. Sollte die Masse zu feucht sein, gib noch etwas Mineralerde deiner Wahl hinzu. Danach ist dein Pulver fertig und du kannst es in einem Behälter deiner Wahl aufbewahren.

Zur Herstellung von Shampoo vermengst du 1 – 2 EL des Pulvers mit Kamillentee oder Wasser. Kipp nach und nach Flüssigkeit hinzu, bis ein schöner Brei entsteht (oder die Masse die Konsistenz hat, die du bevorzugst). Die Masse gibst du auf den Haaransatz und massierst alles gut in die Kopfhaut ein (die Längen werden nicht massiert mit dem Shampoo). Danach: Gründlich ausspülen (die feine Erde + z.B. das Kaffeepulver sind nicht so leicht aus den Haaren zu waschen wie herkömmliches Shampoo, hier musst du dir etwas Zeit nehmen).


Easy Trockenshampoo aus Mineralerde für ganz Eilige: die entsprechende Farbe (für blond z.B. weiß, für braun weiß mit Kakao o. Zimt mischen) einfach auf die fettigen Stellen auftragen und mit einem Handtuch einmassieren.


Empfehlenswert Avocado Kur oder Rinse: nach dem Waschen mit Mineralerde solltet Ihr Euren Haaren nochmal eine Kur und/oder Spülung gönnen. Ganz einfach geht das mit einer Tee Rinse (einfach 1 Liter Tee -> z.B: Kamillentee oder schwarzen Tee aufbrühen und für ca. 5 Stunden ziehen lassen, danach die Haare damit spülen – fertig!) oder einer Kräuterrinse (empfehlenswert sind hier z.B. Brennnesseln oder Minze -> ebenfalls einen Sud herstellen, ziehen lassen und die Haare spülen). Am bekanntesten ist die Apfelessigrinse (Apfelessig + Wasser). Für die seeehr tolle Avocado Kur: eine reife Avocado entkernen und zermatschen, den Saft einer halben Zitrone dazu pressen und ca. einen EL Olivenöl dazu geben. Vermischen, auf das Haar auftragen und nach ca. 30 Minuten ausspülen.

Weitere Rezepte um Haarpflege ganz einfacher selber zu machen findet Ihr hier: https://www.diecheckerin.de/ganz-einfach-haarpflege-selber-machen/


Puder Foundation oder Rouge

Ihr braucht Natron (als Basis, z.B. die Natronfee Feenkristalle*), Kakaopulver, Zimpulver, grüne Mineralerde* (wirkt roten Hautstellen entgegen), rote Mineralerde* (minimiert unreine Haut) und ggf. ätherisches Öl.

Ihr nutzt die Pfeilwurzelstärke als Basis und gebt die anderen Pulver nach Belieben hinzu, bis ihr die gewünschte Puderfarbe erhaltet, die für Eure Haut passend ist. Das fertige Puder könnt Ihr, für eine bessere Feinheit, sieben. Wenn ihr ein festes Puder herstellen wollt, könnt ihr die Masse mit ein paar Tropfen ätherischem Öl (oder ohne Duft -> mit Alkohol) fest werden lassen.

Das Puder könnt Ihr als Vorbereitung für Euer Make Up verwenden, aber auch um z.B. akuteHautprobleme (wie fiese Pickel) abzudecken und gleichzeitig, durch die Wirkung der Mineralerde, auszutrocknen. Aber Achtung: durch die austrocknende Wirkung solltet Ihr das Puder nicht täglich verwenden!

Wenn Ihr noch rote Pigmente oder z.B. Rote Bete Pulver hinzugebt, könnt Ihr außerdem auch ganz einfach Rouge selber machen.


Anti-Pickel-Creme selber machen

Nichts leichter als das. Besorgt Euch etwas Zinksalbe und Teebaumöl. Vermischt ca. 1 cm Zinksalbe, einen EL rote margilé Mineralerde und etwas Wasser in einem Gefäß (nicht im Metalltopf, siehe oben!) und erhitzt das Ganze unter ständigem Rühren, bis ihr eine gleichmäßige und klumpenfreie Creme erhaltet. Gebt zum Schluss ca. 2 – 4 Tropfen Teebaumöl hinzu und füllt die Creme in einem Glasbehälter ab. Die Haltbarkeit der Creme richtet sich nach der Haltbarkeit der verwendeten Zinksalbe. Teebaumöl ist nahezu „unendlich“ (ca. 10 Jahre) haltbar, wenn ihr es kühl und trocken lagert.


Probiert rum und werdet kreativ

Mit Mineralerden könnt Ihr absolut kreativ werden. Es gibt kaum etwas, was man mit diesen Erden nicht selber machen kann. Ihr findet viele Rezepte im Internet, viel schöner ist es aber, einfach mal in der Küche zu stehen, ein paar Rohstoffe zusammen zu mantschen und zu schauen, was dabei herauskommt. Ihr könnt wirklich nichts falsch machen bzw. habt kein großes Risiko.

Zucker, Salz, Kaffee oder das Magnesiumöl eignen sich perfekt für ein Peeling. Avocados, Gurken, Quark, Joghurt, Eier & Co. lassen sich im Handumdrehen zu tollen Masken verwandeln. Werdet kreativ und traut Euch, einfach mal ein paar Sachen zusammen zu werfen. Die Wirkung auf die Haut könnt Ihr zu 99% im Internet nachlesen :-)


Mineralerden for President!

Wie Kokosöl und Magnesiumöl, lässt sich auch Mineralerde vielfältig anwenden. Ich liebe die Erden vor allem, weil sie auf natürliche Art und Weise unterstützen können. Das Haarewaschen mit Mineralerde ist außerdem eine schöne Abwechslung zum Roggenmehl. Die hier vorgestellten Mineralerden erhalten Ihr zum Preis von ca. 15,00€ wahlweise direkt über den Onlineshop von Sarenius oder über Amazon.


Hat dir der Artikel gefallen und/oder geholfen? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar und teile den Artikel mit Menschen, die das Thema auch interessieren könnte. Danke für deine Unterstützung!

4 Antworten auf „Mineralerde – Rezepte zum Kosmetik selber machen“

Hey hey,
finde die margilé Reiche auch super. Probiere das gerade selbst aus und bin recht begeistert! Ich habe trockene Haut und bisher nur Produkte gefunden, die meine Haut noch öliger gemacht haben oder so aggressiv waren, dass sie alles ausgetrocknet haben.

Die weiße Heilerde war echt die erste Maßnahme, die geholfen hat – ohne meine Haut komplett auszutrocknen oder wie eine Serviette, die man auf ein Stück Pizza gelegt hat, auszusehen.

Hallo meine Liebe,

das sind super Tipps von dir. Heilerde ist etwas ganz Tolles für reine Haut, ich liebe deine DIYs und werde einiges auch ausprobieren;).

Hab einen schönen Tag;)
Liebe Grüße
Isa

Tolle Rezepte, vielen Dank! Ich habe immer Mineralerde zu Hause und habe damit bisher ganz pur und einfach mit Wasser und auch meine fettiger Haut gewaschen, und ich liebe es. Einfach zig Mal besser als Seife oder ähnliches. Deine Anregungen sind sehr wertvoll für mich! Liebe Grüße von Caro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.